Psychologische Diagnostik


Die Stellung des Psychischen in der Natur:

Grundsätzlich gibt es materielle, organische und psychische Naturvorgänge

  1. Materielle Prozesse:
    Sind alle Bewegungen der Moleküle, Atome und Atompartikel wie der Molekularverbände bis hin zu den freiwerdenden Kräften im All: Das heißt Schwingungen und Strahlungen.
  2. Organische Prozesse:
    Umfassen die Atome und Moleküle im Organ: Das heißt Stoffwechsel, Wachstum, Regeneration, Fortpflanzung. Unterscheiden sich klar vom rein Materiellen.
  3. Psychische Prozesse:
    Sind klar vom Materiellen und Organischen getrennt

    • Psychisches Geschehen ist bewusst (Bewusstsein ist schwer definierbar, da kein übergeordneter Begriff vorhanden ist).
    • Psychische Prozesse sind bewusste Erlebnisse. Sie bestehen nicht aus Atomen, Molekülen, Strahlungen oder Schwingungen und sind unkörperlich. Sie haben keine Dimensionen, Massen oder Gewichte.
    • Bewusste Erlebnisse sind in ihrem Inhalt von Raum und Zeit unabhängig. Menschliches Denken ist von Raum und Zeit unabhängig geworden.
    • Psychisches Geschehen enthält Lust und Unlust, also Erlebnisinhalte, die es im Materiellen und rein Organischen nicht gibt.

Die Psychologie umfasst einen eigenen Naturbereich, sie handelt von der höchsten Leistung der Natur.
Die organischen Prozesse haben materielle Prozesse (Atome und Moleküle) zur Voraussetzung.
Die psychischen Prozesse haben (naturwissenschaftlich) wiederum einen ordentlich funktionierenden Organismus zur Voraussetzung.

Definition: Psychische Vorgange sind unkörperliche, über die zeitliche
und räumliche Gegenwart hinausreichende, bewusste Erlebnisinhalte mit Lust-
und Unlustcharakter.

Die Psychologie ist die Wissenschaft der bewussten Vorgänge und Zustände
(auch Ihrer Ursachen und Wirkungen).

Kultur und Fortschritt sind Wirkungen psychischer Prozesse von Menschen, ebenso
Verbrechen, Asozialität usw..

Die Psychologie ist die Wissenschaft der bewussen Erlebnisse, ihrer Ursachen und Wirkungen.

Psychologie umfasst auch noch den Charakter und die Entwicklung der Persönlichkeit.

Psyche (griech.) = Seele. Daher Seelenleben = bewusstes Erleben = psychische
Prozesse.

Psychologische Methoden

  1. Selbstbeobachtung
  2. Verhaltensbeobachtung
  3. Psychologische Experimente
    • Erlebnisexperiment (systematische Selbstbeobachtung)
    • Leistungsexperiment
    • Ausdrucksbeobachtung
    • Verhaltensexperiment
  4. Statistische Methoden
  5. Tests

Diagnostik

Wörtlich heißt Diagnostik „Auseinanderkennen“. Die
psychologische Diagnostik setzt sich zum Ziele, die unterschiedlichen Verhaltensweisen, Erlebnisformen, Haltungen, Leistungen, Persönlichkeitsmerkmale und auch mentalen Leiden festzustellen. Dazu werden meist Anamnesen (Lebens- und Krankengeschichte) erhoben und Untersuchungen (Tests) durchgeführt. Diese Diagnosen bilden die Grundlage und Ansatzpunkte für die psychologische Beratung und Therapie. Das Anwendungsgebiet der Psychologie ist sehr vielfältig und umreißt letztlich das gesamte menschliche Verhalten.

Tests

Tests sind das gängigste Diagnoseinstrumentarium. Wie das Anwendungsgebiet
der Psychologie vielfältig ist, so existieren auch zahlreiche Testverfahren.
Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen:

  1. standardisierten Test (mit vorgegebenen Alternativantworten), die sich auf statistische Methoden stützen, und
  2. projektiven Tests (mit offenen Antwortmöglichkeiten), wie z.B. Zeichentests (auch die Graphologie kann man dazu zählen)

Testergebnisse sind umso brauchbarer, je objektiver, reliabler (=stabiler, zuverlässiger) und valider (gültiger, das wirklich Gemeinte messend) die angewandten Tests sind.

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