Schriftexpertisen


Die forensische (=gerichtliche) Handschriftenuntersuchung prüft die Echtheit handschriftlicher Dokumente und ermittelt die Identität des Schrifturhebers. Fragliche Schriften X werden mit einer Reihe von Vergleichsschriften V eines Schreibers verglichen. Die zu prüfenden Schriften werden in der Regel X und die Vergleichsschriften meist V genannt.

Typische Gegenstände von Schriftuntersuchungen sind beispielsweise: Testamente, Verträge, Ausweise, Drohbriefe, Belästigungsschreiben, Denunziationen oder Bekennerschreiben. Sie können ganze Text, aber auch ausgefüllte Formulare oder nur Unterschriften umfassen.

Die forensische Handschriftenuntersuchung beruht auf folgender spezifischer Methode:

In der forensischen Handschriftenuntersuchung gibt es demzufolge keine psychodiagnostischen Charakterdeutungen. Es werden nur beobachtbare Übereinstimmungen oder Unterschiede in den Schriftmerkmalen registriert. Die Befundbewertung erfolgt nach exakten erfahrungswissenschaftlichen Methoden.

Ist eine fragliche Schrift authentisch, kann dies bedeuten:

  1. Sie entspricht der normalen Schreibweise des Autors,
  2. sie wurde von ihm in unwillkürlich entstellter Schrift hergestellt,
  3. sie wurde von ihm absichtlich verstellt erzeugt,
  4. sie wurde von ihm in einer Mischung aus entstellter und verstellter Schrift produziert oder
  5. sie ist von ihm in einer weiteren Schreibvariation geleistet worden.

Ist eine fragliche Schrift nicht authentisch, kann dies besagen:

  1. Sie stellt eine Totalfälschung dar, oder
  2. bei ihr handelt es sich um eine Verfälschung.
  3. Beides kann auf einer mechanischen Manipulation (zB Kopieren) beruhen oder
  4. freihändig hervorgerufen worden sein.
  5. Eine freihändige Fälschung oder Verfälschung kann
    der normalen Schreibweise des Fälschers, oder
  6. von ihm in unwillkürlich entstellter Schrift,
  7. in absichtlicher Schriftverstellung bzw.
  8. in einer Mischung aus entstellter und verstellter Schrift fingiert worden sein.
  9. Schließlich vermag eine freihändige Fälschung oder Verfälschung auf einer mehr oder weniger gelungenen Nachahmung einer oder mehrerer echter Vorlagen zu beruhen.

 

Grüne Unterstellung:

Der grüne Landtagsabgeordnete Simon Hofbauer unterstelle Dr. Wolfgang Caspart 2016, er hätte massenhaft Gefälligkeitsgutachten auf einem Burschenschafthaus durchgeführt. Irgendeinen Beweis hat er überhaupt nicht gebracht – natürlich ist kein Wort am Vorwurf wahr. Es genügte ihm offensichtlich, Caspart wäre wegen Verhetzung angeklagt, wovon übereilige Medient groß und aufgeregt berichteten. Daß Dr. Wolfgang Caspart rechtskräftig freigesprochen worden ist, wurde vom grünen Landtagsabgeordneten Simon Hofbauer genauso  verschwiegen wie ein Dementi vorgebracht. Von einer Entschuldigung seinerseits wurde nie etwas vernommen.

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